Eine Reise durch Norwegen ist ein Traum für viele – und das Mautsystem gehört zu den Themen, die Reisende am häufigsten nachfragen. Die gute Nachricht: Das norwegische Mautsystem ist eines der einfachsten in Europa. Alles funktioniert automatisch, und mit der richtigen Vorbereitung sparen Sie sogar Geld.
Dieser Guide erklärt dir alle Mautregeln für 2026, zeigt typische Kosten, erklärt die AutoPASS‑Registrierung und gibt wertvolle Insider‑Tipps für eine stressfreie Fahrt.
Wie funktioniert die Maut in Norwegen?
Norwegen nutzt ein vollautomatisches System. Es gibt keine Schranken, keine Tickets und keine Barzahlung. Stattdessen:
- Kameras erfassen dein Kennzeichen.
- Das System ordnet es deinem AutoPASS‑Konto zu (falls registriert).
- Du erhälst die Rechnung automatisch – entweder digital oder per Post.
Das System ist extrem zuverlässig und funktioniert für alle ausländischen Fahrzeuge.
AutoPASS – das Herzstück des Mautsystems
AutoPASS ist das offizielle Mautsystem Norwegens. Es lohnt sich, sich vor der Reise zu registrieren – besonders 2026, da immer mehr Straßen und Tunnel auf automatische Abrechnung umgestellt werden.
Warum du dich registrieren solltest
- Du erhälst Rabatte von bis zu 20 %.
- Du vermeidest Verzögerungen bei der Rechnungsstellung.
- Du behälst den Überblick über alle Mauttransaktionen.
- Du vermeidest Probleme mit Mietwagenfirmen.
- Du kannst eine automatische Zahlungsmethode hinterlegen.
Offizielle Registrierung
https://www.autopass.no/visitors
Insider‑Tipp
Wenn du ein Elektroauto fährst, profitierst du doppelt: E‑Autos zahlen oft nur 50 % der normalen Maut, manchmal sogar weniger.
Welche Straßen sind mautpflichtig?
In Norwegen gibt es Maut auf:
- Stadtautobahnen (Oslo, Bergen, Stavanger, Trondheim)
- Brücken
- Tunnel
- Neue Straßenprojekte
- Einige Fjordquerungen
Die meisten Mautstationen sind unsichtbar – du merkst sie kaum.
Typische Beispiele
- Oslo: mehrere Ringstraßen mit Umweltzonen
- Bergen: Einfahrt in die Stadt
- Ryfast‑Tunnel (Stavanger)
- Hardangerbrücke
- Atlanterhavstunnel
Norwegen Maut 2026
Die Kosten hängen von Fahrzeugtyp und Route ab. Hier sind realistische Durchschnittswerte:
PKW
- 50–150 € pro Woche
- 150–300 € für eine 2‑Wochen‑Rundreise
Wohnmobil
- 20–40 % mehr, je nach Gewichtsklasse
Elektroautos
- 30–70 % günstiger
- In einigen Städten (z. B. Oslo) zahlen E‑Autos nur einen Bruchteil der normalen Gebühr
Insider‑Tipp
Wenn du viel durch Städte fährst (Oslo, Bergen, Stavanger), lohnt sich AutoPASS besonders – dort sind die Rabatte am höchsten.
Wie und wann bekomme ich die Rechnung?
Wenn du registriert bist:
- Abrechnung erfolgt automatisch über deine hinterlegte Zahlungsmethode
- Du erhälst eine Übersicht im AutoPASS‑Portal
Wenn du nicht registriert bist:
- Die Rechnung kommt per Post nach Deutschland
- Absender: EPC (Euro Parking Collection)
- Dauer: 4–8 Wochen
Wichtig
Die Rechnung ist immer korrekt, da sie auf Kennzeichenerkennung basiert. Fehler sind extrem selten.
Maut für Elektroautos
Norwegen ist das beste Land Europas für Elektroautos – und das gilt auch für die Maut.
Vorteile für E‑Autos
- Reduzierte Mautgebühren (oft 50 %)
- Reduzierte Tunnelgebühren
- Reduzierte Stadtmaut
- In einigen Regionen: komplett kostenlos
Insider‑Tipp
Tesla‑Fahrer profitieren besonders: Viele Supercharger liegen direkt an mautpflichtigen Straßen, und die Abrechnung ist nahtlos.
Maut für Wohnmobile
Wohnmobile werden nach Gewichtsklasse eingestuft:
- Unter 3,5 t → PKW‑Tarif
- Über 3,5 t → LKW‑ähnlicher Tarif (teurer)
Insider‑Tipp
Wenn dein Wohnmobil knapp über 3,5 t liegt, lohnt es sich, die Fahrzeugpapiere genau zu prüfen. Einige Modelle sind offiziell als „leichte Wohnmobile“ registriert und zahlen weniger.
Tunnel & Brücken – besondere Gebühren
Einige Tunnel und Brücken haben eigene Tarife:
Beispiele
- Ryfast‑Tunnel: einer der längsten Unterseetunnel der Welt
- Hardangerbrücke: spektakuläre Fjordüberquerung
- Atlantic Ocean Tunnel
Insider‑Tipp
Viele Tunnel sind inzwischen vollautomatisch – du merkst die Abrechnung nicht einmal.
Wie vermeide ich unnötige Mautkosten?
1. AutoPASS registrieren
Der wichtigste Schritt – spart sowohl Zeit als auch Geld.
2. Routen clever planen
Einige Mautstationen lassen sich umfahren, aber:
- Oft lohnt es sich nicht
- Umfahrungen sind meist lang
- Die Mautgebühren sind in der Regel moderat
3. Elektroauto mieten
Wenn du in Norwegen ein Auto mietest, ist ein Elektroauto oft insgesamt günstiger:
- Niedrigere „Tank“- bzw. Ladekosten
- Geringere Mautgebühren
- Teilweise kostenlose Parkplätze
Parken & Maut – EasyPark
In vielen Städten sind Parken und Mautsysteme eng miteinander verknüpft. Deshalb ist die EasyPark‑App sehr empfehlenswert.
Offizielle Seite:
EasyPark Norge – Offizielle SeiteInsider‑Tipp: In Oslo und Bergen kannst du über die App sowohl Parkgebühren als auch bestimmte städtische Gebühren bezahlen.
Fazit
Das Mautsystem in Norwegen ist 2026 einfacher denn je. Mit einer AutoPASS‑Registrierung, etwas Planung und dem Wissen über typische Kosten wird deine Reise stressfrei und transparent. Besonders Elektroauto‑Fahrer profitieren von niedrigen Gebühren und einem der besten Ladenetze Europas.
Eine gute Vorbereitung spart Geld – und sorgt dafür, dass du dich auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: die atemberaubende Natur Norwegens.